Vorträge 2026

Vorträge/Veranstaltungen 2026

Willkommen beim Mansfelder Geschichts- und Heimatverein Lutherstadt Eisleben  e. V.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu unseren kommenden Terminen und Veranstaltungen. Unser Verein ist aktiv in der Förderung unserer Heimatregion und bietet regelmäßig Events an, die sowohl für Mitglieder als auch für interessierte Gäste geöffnet sind. 

Möchten Sie mehr über unsere Aktivitäten erfahren? 

Besuchen Sie unsere regelmäßig stattfindenden Treffen, Vorträge und kulturellen Veranstaltungen, die dazu beitragen, das Wissen über unsere Geschichte und Traditionen zu vertiefen. Ob Workshops, Feste oder Ausflüge – es ist für jeden etwas dabei! 

Halte auch Ausschau nach unseren besonderen Events, die wir zu verschiedenen Jahreszeiten planen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Verbundenheit mit unserer Heimat zu feiern. 

Bleiben Sie informiert über unsere Webseite, soziale Medien, um keine Neuigkeiten zu verpassen! Gemeinsam anpacken und die Traditionen am Leben erhalten – das ist das Ziel des Heimatvereins Eisleben. 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und das gemeinsame Erleben unserer Veranstaltungen!

Hier eine Übersicht über unsere geplanten Veranstaltungen und Vorträge 

07.01.26 - 17.30 Uhr - Vortragsabend - Graf von Mansfeld - Dr. rer. nat. Rüdiger Schülbe

Martin-Luther-Gymnasium Eisleben
Momente der Schulgeschichte

Festschrift zum
480. Gründungsjahr der Schule
und
zum 500-jährigen Jubiläum
der Gründung evangelischer Schulen
mit gymnasialer Ausrichtung
und reformatorischer Orientierung
in Eisleben
 

 

Vortrag Dr. Schülbe am 07. Januar 2026 zum Thema: 

 Martin-Luther-Gymnasium Eisleben, Momente der Schulgeschichte 1546-2025 

Am 28. Januar 1546 kam Martin Luther mit seinem Freund Justus Jonas persönlich in seine Geburtsstadt Eisleben um Streitigkeiten zwischen den Grafen von Mansfeld zu schlichten. Es ging unter anderem um die Nutzung der Bergwerke sowie um die Patronatsverhältnisse bei den Kirchen und ihren Schulen. Am 16. Februar 1546 konnte schließlich ein wichtiges Teilergebnis (auch die evangelischen Schulen betreffend) vertraglich gefasst und verbindlich unterschrieben werden. Dieses Datum ist damit als Gründungsdatum unseres Martin – Luther – Gymnasiums zu werten. 

Das Gründungsjubiläum soll in diesem Jahr festlich begangen werden. Dazu hat sich vor Jahren eine Gruppe ehemaliger Lehrer des Eisleber Gymnasiums um Dr. Rüdiger Schülbe gebildet, die sich zum Ziel gesetzt hatte, eine „Festschrift zum 480. Gründungsjahr der Schule und zum 500­jährigen Jubiläum der Gründung evangelischer Schulen mit gymnasialer Ausrichtung und reformatorischer Orientierung in Eisleben" zu erarbeiten. Auch Erlebnissberichte ehemaliger Schüler wurden erfasst. 

Gefördert durch das Programm „Revier-Pionier“ ist ein Buch entstanden, in dem mittels gründ­licher Aktenstudien die Anfänge der lateinischen Schule in Eisleben beleuchtet werden. Zur Vorbereitung auf die Konfirmation bestanden damals Parochialschulen an den Eisleber Kirchen. Der Unterricht umfasste deutsch lesen und schreiben, singen und Glaubenslehre. Lehrer war der Küster der Parochie (Gemeinde). Deshalb nannte man diese Schulen auch „Küsterschulen“. Die damalige Amts-wie auch Wissenschaftssprache war aber nicht Deutsch sondern Latein. Luther rief deshalb dazu auf, auch Lateinschulen zu gründen. In Eisleben unterstützte er persönlich diesen Prozess mit der 1525 gegründeten, später „Trivial -Schule“ genannten Einrichtung. Bald folgten weitere Schulgründungen dieser Ausrichtung in Eisleben. Mit dem Vertrag von 1546 wurden nun zwei dieser Schulen bei St. Andreas zu einer „fürnehmen lateinischen Schule“ zusammengeführt. 

Der Referent betrachtet, gestützt durch gründliches Quellenstudium, die Entwicklung dieser, damals für Städte neuartigen Schule mit besonderem Hinweis auf die beispielhafte Rolle der Eisleber Schule. Sie ist ein Vorbild für andere Lateinschulen im Land. (Heute werden sie wieder Gymnasien genannt.) Es werden die unterschiedlichen Standorte in Eisleben aufgezeigt, mit denen sich das Eisleber Gymnasium stets weiterentwickelte. Aber die Folgen von Pest und Kriege verdeutlichen auch Leid und Sorgen im Schulalltag dieser Zeit. 

Die Zuhörer bekamen nach dem Vortrag die Gelegenheit, ein Exemplar der Festschrift zu erwerben. Unter der Redaktion unseres damaligen Vereinsmitglieds Siegfried Hauptvogel war 1995 bereits eine Festschrift zum 450. Gründungsjahr des Gymnasiums erschienen. Diese erfasst die Jahre 1946 – 1995. Mit der jetzt vorliegenden Festschrift ist dazu eine sehr gründlich erarbeitete, lesenswerte Ergänzung, auch für die Zeit vor 1946 und nach 1995 bis 2025, erschienen. 

Klaus Rohde, ehemaliger Schüler an der damaligen Oberschule 1950 – 1954 

04.02.26 - 17.30 Uhr - Vortragsabend - Graf von Mansfeld - Thomas Wäsche - Film über Festjahr Bergbau im Landkreis. Mit vielen Fotos und Filmen wird er uns einen sehr lebhaften Einblick in die vielen Termine geben. 

 

Am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, lud der Mansfelder Geschichts- und Heimatverein Lutherstadt Eisleben e. V. zu einem öffentlichen Vortrag im Hotel „Graf Mansfeld“ ein.

Referent war Thomas Wäsche, der sich seit vielen Jahren mit der Geschichte des Mansfelder Bergbaus und der Region beschäftigt.​

In seinem lebendigen Vortrag nahm er die zahlreich erschienenen Gäste mit auf eine Reise durch die Feierlichkeiten zum 825‑jährigen Bergbaujubiläum in der Lutherstadt Eisleben und Sangerhausen.

Mit Filmbeiträgen und Bildern ließ er die wichtigsten Veranstaltungen und den großen Festakt noch einmal Revue passieren und gewährte dabei spannende Einblicke hinter die Kulissen der Jubiläumsplanungen.​

Die Besucherinnen und Besucher nutzten im Anschluss die Gelegenheit, Fragen zur Bergbaugeschichte zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Mansfelder Geschichts- und Heimatverein bedankt sich herzlich bei Thomas Wäsche für seinen engagierten Beitrag sowie bei allen Gästen für ihr Interesse.

Der Eintritt zu der Veranstaltung war frei – ein Angebot, das von vielen Gästen der Lutherstadt gerne angenommen wurde.​

 

16.02.26 - 17.00 Uhr - Andreaskirche - Festveranstaltung " Als Luther Schule machte" 

Festakt 480 Jahre Kirchen- und Schulvertrag vom 16. Februar 1546

„Als Luther Schule machte“

Der Kirchengemeindeverband Lutherstadt Eisleben, die Lutherstadt Eisleben und der Mansfelder Geschichts- und Heimatverein Lutherstadt Eisleben e. V. laden zum Festakt am 16. Februar 2026 um 17.00 Uhr in die beheizte St. Andreaskirche der Lutherstadt Eisleben ein. 

Erinnert werden soll an die beiden Schulgründungen 1525 und 1546 durch Martin Luther in Eisleben. Dabei werden besonders die Leistungen Martin Luthers und Johann Agricolas für die Schulentwicklung in Deutschland gewürdigt.

Anlass für den Festakt ist der Abschluss des Kirchen- und Schulvertrages am 16. Februar 1546 durch Martin Luther und Justus Jonas, der auch die Gründung der „führnehmen Lateinschule“ vorsah. 

Am 16. Februar 2026 um 17.00 Uhr fand in der St. Andreaskirche in der Lutherstadt Eisleben der Festakt „Als Luther Schule machte“ anlässlich „480 Jahre Kirchen- und Schulvertrag vom 16. Februar 1546“ statt. 

Trotz der winterlichen Temperaturen in der Kirche, die selbst mit Heizung noch deutlich spürbar waren, war die Veranstaltung sehr gut besucht und zeugte von großem Interesse an der Geschichte der Alten Lutherschule und ihrem reformatorischen Erbe.

Den musikalischen Auftakt gestaltete Kirchenmusikdirektor Thomas Ennenbach mit dem Fest-Hymnus von Carl Piutti und weiteren Orgelwerken, darunter eine Fantasie in a-Moll von Franz Gustav Klauer. 

Bürgermeister Carsten Staub richtete ein Grußwort an die Gäste und betonte die Bedeutung von Bildung und kirchlicher Tradition für die Stadt bis in die Gegenwart.

In mehreren Festvorträgen spannten Pfarrerin Dr. Laura-Christin Krannich, Vertreterinnen und Vertreter des Mansfelder Geschichts- und Heimatvereins sowie weitere Referentinnen und Referenten den Bogen von der Entstehung des Kirchen- und Schulvertrages bis zur Rolle der Lutherschule in der Stadtgeschichte. 

Besondere Akzente setzten der ehemalige Intendant des Theaters Eisleben, Ulrich Fischer, mit Zitaten von Johann Agricola sowie der ehemalige Schüler des Martin-Luther-Gymnasiums Eisleben, Tobias Michael Jantos, mit Zitaten von Martin Luther, die die Aktualität reformatorischer Bildungsimpulse eindrücklich vor Augen führten.​

Den Abschluss bildeten dankende Worte von Pfarrerin Dr. Krannich und Ute Klopfleisch sowie ein geselliges Beisammensein beim Sektempfang, bei dem Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen nutzten. 

So bleibt dieser Festakt – trotz kalter Kirche, aber mit warmherziger Atmosphäre – als würdige und eindrucksvolle Feier des 480-jährigen Jubiläums der Lutherschule in Erinnerung.

Zusammenfassung des Vortrages in der Andreaskirche von Rosemarie Knape (16.02.2026)

Rosemarie Knape hielt am 16.02.2026 in der Andreaskirche einen Vortrag über Martin Luthers Sprachkunst, seinen letzten Brief an Katharina und das 480-jährige Jubiläum des „Kirchen- und Schulvertrags“ mit den Mansfelder Grafen. Sie zitierte Luthers volkstümliche Ausdrucksweise – „man muss die Mutter im Hause, die Kinder auf der Gassen fragen“ – und hob seine stilistische Meisterschaft in Bibel, Lied und Predigt hervor.

Luthers Einfluss auf Sprache

Knape erinnerte an Sprichwörter seit Sachsenspiegel („Wer zuerst zur Mühle kommt...“) und Luthers Sammlung, inspiriert von Johann Agricola aus Eisleben. Agricola, Luthers Freund und erster Rektor der Andreaskirche-Schule (1525), schuf den ältesten deutschen Schulplan mit Fokus auf Latein, Rhetorik und Musik.

Schulgründung in Eisleben

1525 gründeten Luther, Justus Jonas und Graf Albrecht IV. die Lateinschule im Pfarrhaus St. Andreas – ein Reformationslabor mit drei Klassenstufen und Melanchthons Einfluss. Agricola unterrichtete neun Jahre, trotz späterem Streit; sein Katechismus und Lieder prägten die evangelische Bildung.

Resümee

Trotz Zwiste legten Luther und Agricola das Fundament für das evangelische Schulwesen – Eisleben als Wiege der Bildungsreform. Knape mahnte: Bildung muss Herz und Verstand erreichen, „damit die Menschen merken, dass man deutsch mit ihnen redet“.

04.03.26 - 17.30 Uhr - Vortragsabend - Landkreis - U. Gajowski 500 Jahre Bauernkrieg 800 Jahre Bergbau 

Am Mittwoch, dem 4. März 2026, fand im Hotel „Graf Mansfeld“ ein Bildvortrag des Mansfelder Geschichts- und Heimatvereins Lutherstadt Eisleben e. V. statt. 

Uwe Gajowski, Mitarbeiter des Landkreises Mansfeld-Südharz, gab unter dem Titel „500 Jahre Bauernkrieg“ einen eindrucksvollen Fotorückblick auf die Ereignisse des Jahres 1525 und deren Bedeutung für die Region Mansfeld-Südharz. Zahlreiche Mitglieder und interessierte Bürger nutzten die Gelegenheit, mehr über die historischen Hintergründe und die aktuellen Gedenkprojekte im Landkreis zu erfahren.

01.04.26 - 17.30 Uhr - Vortragsabend - Rosemarie Knape, Diplom-Kunsthistorikerin, - 

Die Kirchen der Zisterzienser im Landkreis Mansfeld-Südharz  eine Spurensuche

Rosemarie Knape hielt am 01.04.2026 im Mansfelder Geschichts- und Heimatverein Lutherstadt Eisleben     e. V. einen Vortrag zum Thema „Die Kirchen der Zisterzienser im Landkreis Mansfeld-Südharz – eine Spurensuche“ und führte durch die faszinierende Geschichte dieser Klöster in unserer Region. Sie begann mit prähistorischen Funden wie dem Faustkeil von Helfta, dem Mammut-Skelett aus Edersleben und dem Fürstengrab von Helmsdorf, bevor sie zur Völkerwanderungszeit und den ersten christlichen Einflüssen überging – etwa durch die thüringische Prinzessin Radegunde und die Ottonen.

Knape betonte die Rolle der Thüringer als Machtfaktor und frühe Christianisierung um Helfta, wo Otto der Große eine Radegundiskirche stiftete – deren Grundmauern 2021 ausgegraben wurden. Klöster wie die Zisterzienser wurden im inneren Landesausbau zu Zentren von Mission, Wirtschaft und Kultur, wie die Mellinger-Karte von 1571 zeigt.

Die sechs Zisterzienser-Klöster

Im Landkreis gab es sechs Zisterzienser-Niederlassungen von insgesamt 19 Klöstern:

  • Rohrbach: 1115/17 gegründet, 1220 zu Zisterzienserinnen umgewandelt, 1540 säkularisiert; nur ein Helme-Wehr erinnert daran.
  • Naundorf: Ca. 1250 gegründet, wegen Hochwasser verlegt; Reste einer möglichen Klosterkirche in Wolferstedt.
  • Kelbra: 1251 gestiftet, Kirche heute Stadtkirche mit romanischem Turm; Opfertruhe im Allstedter Museum.
  • Sangerhausen (St. Ulrici): Um 1122 Nonnenkloster, 1265 zisterziensisch; romanische Pfeilerbasilika mit fünf Apsiden.
  • Sittichenbach: 1141 Tochter von Walkenried; Kirche archäologisch nachgewiesen, Reliquien im Halberstädter Dom.
  • Helfta: 1229 gegründet, mehrmals verlegt; seit 1999 wiederaufbaut als Priorat mit berühmten Mystikerinnen wie Mechthild von Magdeburg.

Resümee und Ausblick

Von den Klosterkirchen überdauerten nur Sangerhausen und Kelbra als Pfarrkirchen, Helfta erstrahlt neu. 

Knape lädt zu Spaziergängen durch diese Kulturlandschaft ein, die durch aktuelle Ausgrabungen – etwa in Mallerbach – bereichert wird.

Hier einige Bilder und Eindrücke vom Vortrag am 01.04.2026:

03.05.26 - 10.30 Uhr - Anlässlich des 135. Jahrestages zur Errichtung des Denkmals ....... 

 

Presseinformation

Anlässlich des 135. Jahrestages zur Errichtung des Denkmals für den Buchdrucker und Unternehmer, Johann Friedrich Gottlob Koenig, ein Sohn der Stadt Eisleben, (* 17. April 1774 in Eisleben; † 17. Januar 1833 in Oberzell) wird am 03. Mai 2026 um 10.30 Uhr die Lutherstadt Eisleben und der Mansfelder Geschichts- und Heimatverein Lutherstadt Eisleben e. V. Blumen am Denkmal in der Friedrich Königstraße niederlegen. Koenig war Mitbegründer des Unternehmens Koenig & Bauer, des ältesten Druckmaschinenherstellers der Welt. Die Bürger der Stadt sind herzlich dazu eingeladen. 

Bürgermeister                                                         Vorsitzende

Carsten Staub                                                         Ute Klopfleisch

Lutherstadt Eisleben

28. April 2026

Mitglieder des Mansfelder Geschichts- und Heimatverein Lutherstadt Eisleben e.V. haben mit MG des Förderverein e. V.  Gertrudkirche und mit der Lutherstadt Eisleben, dem Bürgermeister Carsten Staub, am vergangenen Sonntag in Erinnerung an die Errichtung des Denkmals vor 135 Jahren für den Sohn der Stadt,  Buchdrucker und Erfinder der Schnelldruckpresse, ein Blumengebinde mit Schleife am Königdenkmal niedergelegt.

 
Es wurde gestohlen und Anzeige erstattet! Am Dienstag 8 Uhr,  lag es nicht mehr am Denkmal. 
Wie tief muss derjenige gesunken sein und wie kulturlos ist diese Person? Wer tritt ehrenamtliches Engagement Hat derjenige den Mut sich selbst anzuzeigen und ein neues Blumengebinde niederzulassen? 

Hinweise auf den oder die Diebe nimmt die Stadt, und die beiden Vereine entgegen.

06.05.26 - 17.30 Uhr - Vortragsabend - Graf von Mansfeld - Ines Vahlhaus - vom Stadtgut zum Gerichtskellerplatz Freiburg/ Unstrut 

 

Neugierig auf Freyburgs verborgene Geschichte?

Am 6. Mai 2026 um 17.30 Uhr lädt unser Heimatverein zu einem spannenden Vortrag ein:
Ines Vahlhaus berichtet über die archäologischen Untersuchungen am Gerichtskellerplatz und in den umliegenden Straßen „Kleine Kirchstraße“, „Kleine Johannisstraße“ und „Am Gerichtskeller“.

Bis zum Brand am 17.09.1928 stand dort das Stadtgut von Freyburg/Unstrut – ein Zentrum des städtischen Lebens. Was hat die Archäologie unter den alten Straßen und auf dem heutigen Gerichtskellerplatz freigelegt? Gibt es Spuren des mittelalterlichen Freyburgs, des ehemaligen Stadtguts oder noch älterer Bauten?

Ines Vahlhaus, Grabungsleiterin der Untersuchungen, präsentiert erstmals die bisherigen Ergebnisse – anschaulich, informativ und mit faszinierenden Einblicken in die verborgene Geschichte unserer Stadt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und viele interessante Fragen!

Hier ein Bild des Stadtguts um 1925

Erfolgreicher Vortragsabend zur Archäologie am Gerichtskellerplatz


Am 6. Mai 2026 lud der Heimatverein zu einem gut besuchten Vortragsabend ein. Zahlreiche interessierte Gäste fanden den Weg in den Veranstaltungsort und zeigten großes Interesse an der Geschichte des Gerichtskellerplatzes und seiner Umgebung in Freiburg/Unstrut.
Referentin Ines Vahlhaus führte die Zuhörerinnen und Zuhörer anschaulich und kompetent durch die archäologischen Untersuchungen der vergangenen Jahre. In ihrer Präsentation beleuchtete sie folgende Schwerpunkte:
•  Einführung mit ausgewählten Beispielen der Grabungen rund um die Kirche
•  Baubegleitende Untersuchungen in den Straßen Kleine Johannisstraße, Kleine Kirchstraße und Am Gerichtskeller
•  Vorbereitende Grabungen im Südteil des Gerichtskellerplatzes
•  Aktuelle Einblicke in die bis vor kurzem fortgeführten (und planmäßig noch nicht abgeschlossenen) Grabungen
•  Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
•  Kleiner Exkurs nach Helfta


Besonders spannend waren die Erkenntnisse zum ehemaligen Stadtgut von Freiburg/Unstrut, das bis zu seinem Brand am 17. September 1928 an dieser Stelle bestand. Die Präsentation vermittelte faszinierende Einblicke in die verborgene Geschichte unserer Stadt und zeigte eindrucksvoll, welche wertvollen Spuren früherer Jahrhunderte noch heute im Boden erhalten sind.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zu Fragen und anregenden Gesprächen mit der Referentin.


Der Heimatverein bedankt sich herzlich bei Ines Vahlhaus für den informativen und kurzweiligen Vortrag sowie bei allen Gästen für ihr zahlreiches Erscheinen und das rege Interesse!

09.05.26 -  Angermuseum Erfurt - mit Klaus Rohde - Museumsbesuch zur Glocke Helfta - Rückfragen unter klaroh36@gmail.com

Der diesjährige Tag der Türme hat erneut gezeigt, wie lebendig das Interesse an den historischen Kirchen und Türmen unserer Region ist. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die beeindruckenden Bauwerke der Lutherstadt Eisleben aus neuen Perspektiven zu erleben.

Ein Höhepunkt waren die Führungen durch die sakralen Gebäude, begleitet von ausgewiesenen Kennern wie Klaus Rohde. In der St.-Peter-und-Paul-Kirche, der Taufkirche Martin Luthers, konnte er eine bemerkenswerte Entdeckung vorstellen: Die Auswertung der Inschriften an der Glocke „Benigna“ ergab, dass sie am 17. Juli 1509 – dem Tag des heiligen Alexius – gegossen wurde. Diese neue Erkenntnis ist ein wertvoller Baustein für die historische Einordnung der Kirche und ihrer Ausstattung.

Auch darüber hinaus bot der Tag vielfältige Einblicke: Die Kirche in Helfta öffnete ihre Türen, die Turmbibliothek der Andreaskirche konnte erkundet werden, und selbst Bereiche des Lutherarchivs standen offen. Kleine handgefertigte Souvenirs, darunter die beliebten gehäkelten Glocken von Rosi Salzmann, rundeten das Angebot ab.

Für uns als Verein ist dieser Tag jedes Jahr ein besonderes Ereignis. Er zeigt, wie wichtig es ist, das kulturelle Erbe unserer Region zu bewahren, zugänglich zu machen und gemeinsam erlebbar zu halten. Die große Resonanz motiviert uns, dieses Engagement weiterzuführen und die Geschichte unserer Kirchen und Türme lebendig zu halten.

Hier einige Impressionen vom 16.05.2026

16.05.26 - 10.00 Uhr - Tag der Türme - Lutherstadt Eisleben - mit Klaus Rohde in Absprache - Rückfragen unter klaroh36@gmail.com

 

30.05.26 - 9.00 Uhr - Vereinsfahrt zum Tag der Heimatgeschichte - Dom und Domschatz Halberstadt/ Huisburg mit Rose-Marie Knape

 

Reisebericht zum Tag der Heimatgeschichte 2026

Am 30. Mai 2026 brach unser Heimatverein zu einer besonderen Tagesfahrt auf – einer Reise, die uns durch die geschichtsträchtigen Landschaften des Harzes führte und uns zwei außergewöhnliche Orte näherbrachte: die mystische St.-Burchardi-Kirche in Halberstadt und das Benediktinerkloster Huysburg, das wie eine Insel der Stille über den Hügeln thront.

Ein Morgen voller Erwartungen

Pünktlich um 9 Uhr starteten wir unsere Fahrt über Alexisbad, Harzgerode und Quedlinburg, vorbei am Domplatz, hinein in eine Landschaft, die schon seit Jahrhunderten Menschen inspiriert. Die Stimmung im Bus war heiter – ein Tag voller Entdeckungen lag vor uns.

St. Burchardi – ein Ort, an dem Zeit anders vergeht

Gegen 11.00 Uhr erreichten wir die St.-Burchardi-Kirche, einen der ältesten Sakralbauten Halberstadts. Schon beim Betreten spürten wir die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Die Kirche ist kühl, fast archaisch – und genau das macht sie so eindrucksvoll. In ihrem Inneren befindet sich das weltweit einzigartige John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt, ein Orgelstück, das über 639 Jahre gespielt wird. Ein Kunstwerk, das die Dimensionen menschlicher Zeit sprengt und uns für einen Moment innehalten ließ.

Besonders erwähnenswert ist, dass die ersten Nonnen von Helfta aus dem Burchardikloster in Halberstadt stammten und die Gründung des Klosters Helfta im Jahr 1229 durch Graf Burchard I. von Mansfeld und seine Frau Elisabeth erfolgte.

Die Stille, die langen Hallräume und der langsame, fast meditative Klang der Orgel schufen eine Atmosphäre, die viele von uns tief berührte.

Ein Spaziergang durch Halberstadt

Nach der Führung folgte ein kleiner Stadtrundgang, der uns die historische Altstadt näherbrachte. Fachwerkhäuser, enge Gassen, kleine Plätze, sowie das jüdische Viertel – Halberstadt zeigte sich von seiner charmanten Seite. 

Zum Mittag kehrten wir im Halberstädter Hof ein, wo wir eine angenehme Pause und gutes Essen genießen konnten.

Die Huysburg – ein Kloster wie aus einer anderen Zeit

Am Nachmittag führte uns die Fahrt hinauf zur Huysburg, einem Benediktinerkloster, das auf einem Höhenzug über Halberstadt thront. Schon die Anfahrt vermittelte das Gefühl, einen besonderen Ort zu erreichen.

Die Huysburg empfing uns mit Ruhe, Weite und einer spirituellen Atmosphäre, die man kaum beschreiben kann – man muss sie erleben.

Während der Führung erfuhren wir viel über die bewegte Geschichte des Klosters, seine Zerstörungen, Wiederaufbauten und die heutige lebendige Klostergemeinschaft.

Die barocke Klosterkirche, die gepflegten Innenhöfe und der Blick über die Landschaft machten diesen Besuch zu einem der emotionalen Höhepunkte des Tages.

Ein gemütlicher Ausklang

Zurück in Halberstadt spazierten wir über den Domplatz zum „Kaffee zum Steinhof“, wo wir den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen ließen.

Gegen 18.00 Uhr traten wir die Heimreise an – erfüllt von Eindrücken, Gesprächen und dem Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes erlebt zu haben.

Fazit

Es war eine Reise zu Orten, die Geschichte atmen und gleichzeitig Raum für persönliche Eindrücke lassen. St. Burchardi mit seinem zeitlosen Orgelprojekt und die Huysburg mit ihrer spirituellen Kraft haben uns gezeigt, wie vielfältig und tief verwurzelt die Kultur unserer Region ist.

Ein Tag, der uns als Verein nähergebracht hat – und den wir sicher lange in Erinnerung behalten.

Alle von uns besuchten Orte wurden jeweils im Text verlinkt !

Hier einige Bilder, zeitlich angeordnet, des erlebnisreichen Tages:

03.06.26 - 17.30 Uhr - Vortragsabend - Graf von Mansfeld - Bauamt Eisleben - Entwicklung Königspfalz Helfta -

 

Vortragsabend zur Entwicklung der Königspfalz Helfta

Der Mansfelder Geschichts- und Heimatverein Lutherstadt Eisleben e. V. lud am 3. Juni 2026 zu einem Vortragsabend in das Hotel „Graf Mansfeld“ ein. Zahlreiche Mitglieder sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung.

Im Mittelpunkt des Abends stand das Thema „Entwicklung einer touristischen Destination – Königspfalz Helfta als national bedeutsamer Kultur- und Erinnerungsort“. Referentin war Frau Melissa Wachter (Projektsteuerung und Strukturwandel) als Ersatz für Pia Ryll, Sachgebietsleiterin für Stadtplanung und Stadtsanierung im Bauamt der Lutherstadt Eisleben.

In ihrem Vortrag informierte sie über die bisherigen Entwicklungen sowie die zukünftigen Planungen rund um die Königspfalz Helfta. Dabei wurde deutlich, welche kulturelle, historische und touristische Bedeutung dieser Ort für die Region besitzt und welche Chancen sich durch die weitere Entwicklung für die Lutherstadt Eisleben ergeben.

Die Besucher verfolgten die Ausführungen mit großem Interesse und nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit der Referentin ins Gespräch zu kommen. Der Vortrag bot einen aufschlussreichen Einblick in die aktuellen Planungen und zeigte die Perspektiven für die zukünftige Gestaltung und Vermarktung der Königspfalz Helfta auf.

Der Verein bedankt sich bei Frau Wachter für den informativen Vortrag sowie bei allen Gästen für ihr Interesse und die rege Teilnahme..

01.07.26 - 17.30 Uhr - Vortragsabend - Graf von Mansfeld - Marc Reichardt - Stadtentwicklung Helfta Wohnungsbau

 

05.08.26 - 17.30 Uhr - Sommergespräch - Graf von Mansfeld - Sommergespräch der Mitglieder

 

02.09.26 - 17.30 Uhr - Vortragsabend - Graf von Mansfeld - Dr. Sven Thomas - Unterwasserarchäologie Ostsee - noch nicht bestätigt !

 

07.10.26 - 17.30 Uhr - Vortragsabend - Graf von Mansfeld - Volker Schmidt - Neues zum Schloss Mansfeld und  Kunstprojekt

 

24.10.26 - 9.00 Uhr - Wanderung - Mansfeld/Eisleben - Thema: Lutherschulen Mansfeld u. Eisleben

 

07./08.11.26 - 16.00 Uhr - Graf von Mansfeld - Tagung - Rose-Marie Knape - Tagung zum Lehrerseminar

 

13.11.26 - 17.30 Uhr - Martinsgansessen - Graf von Mansfeld - Mitglieder und Gäste

 

04.12.26 - 16.00 Uhr - Adventfeier - Graf von Mansfeld - Mitglieder

 

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